Großübung im Rattenberger Tunnel
Am 27. Juni 2026 wurde im Rattenberger Tunnel auf der B171 ein groß angelegtes Einsatzszenario mit rund 120 Beteiligten realitätsnah beübt. Ziel war es, das Zusammenspiel der Einsatzorganisationen bei einem komplexen Schadensereignis unter erschwerten Bedingungen im Tunnel zu trainieren.
Über die gesamte Tunnelstrecke verteilt ergab sich für die Einsatzkräfte ein vielschichtiges Lagebild: Mehrere Verkehrsunfälle mit beteiligten LKW, PKW, Traktoren und einem Bus führten zu blockierten Fahrbahnen, einem Fahrzeugbrand sowie zahlreichen verletzten und eingeschlossenen Personen. Neben der Rettung von Fahrzeuginsassen galt es, Verletzte unterschiedlichster Schweregrade zu versorgen, eingeschlossene Personen aus einem Bus zu befreien und auch mit besonderen Situationen wie einer verwirrten Person umzugehen. Neben den Feuerwehren Radfeld, Rattenberg, Kramsach, Brixlegg und Kundl standen auch Kräfte der Polizei, der ÖBB sowie des Roten Kreuzes und des Samariterbundes im Einsatz. Die medizinische Versorgung wurde mit rund 15 Rettungskräfte sichergestellt. Die Einsatzleitung erfolgte getrennt nach Tunnelportalen, wodurch auch die Koordination mehrerer Einsatzabschnitte gezielt geübt werden konnte. Der Einsatzabschnitt Portal West wurde durch die FF Kramsach, der Abschnitt Portal Ost durch die FF Radfeld koordiniert. Ein weiteres Ziel dieser Übung war die Kommunikation zwischen den Einsatzabschnitten und der Erstellung eines gesamten Lagebildes.
Beobachter aus dem Bezirk Schwaz und Kufstein sowie weitere Fachvertreter verfolgten die Übung und konnten sich ein Bild vom Ablauf machen. In einer gemeinsamen Nachbesprechung wurden dann kritisch Abläufe analysiert und verbessert um zukünftig bei derartigen Ereignissen bestmöglichst vorbereitet zu sein.
Die Übung zeigte eindrucksvoll die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen sowie die hohe Einsatzbereitschaft im Bezirk Kufstein.



