Dachbodenfund mit Geschichte: Historisches Gussmodell kehrt nach Kastengstatt zurück
Ein besonderes Exponat bereichert ab sofort die Ausstellung historischer Feuerwehrgerätschaften in Kastengstatt: Ein original Holzmodell aus dem Jahr 1953, das einst als Vorlage für die Gedenktafel am Grattenbergl diente, wurde offiziell übergeben.
Die Entdeckung
Im Zuge von Renovierungsarbeiten in Absam stieß Thomas Pittl, Chronist der Feuerwehr Absam, auf einen besonderen Schatz: Eine hölzerne Tafel, die sich als historisches Gussmodell herausstellte. Dieses Modell wurde im Jubiläumsjahr 1953 für die Herstellung der Bronzetafel am Gedenkkreuz am Grattenbergl in Kirchbichl verwendet.
Historischer Hintergrund
Das ursprüngliche Denkmal wurde bereits 1933 in Kastengstatt errichtet, um der 344 gefallenen Feuerwehrmitglieder des Bezirksfeuerwehrverbandes Kufstein-Rattenberg Nr. 1 aus dem Ersten Weltkrieg zu gedenken.
Zum 20-jährigen Jubiläum des Denkmals im Jahr 1953 wurde eine neue Tafel angefertigt. Das nun wiederentdeckte Gussmodell, gestaltet vom Absamer Bildhauer Johann Wirtenberger (1893–1983), diente dabei als Vorlage für das Sandgussverfahren. Mit dieser neuen Tafel wurde das ehrende Gedenken um die 290 gefallenen Kameraden des Zweiten Weltkrieges erweitert.
Übergabe an die Ausstellung
Am 4. März 2026 fand die feierliche Übergabe des Exponats statt. Thomas Pittl überreichte das Holzmodell an Fritz Druckmüller von der Freiwilligen Feuerwehr Kastengstatt. Das Stück Zeitgeschichte wird nun einen Ehrenplatz in der Ausstellung für historische Feuerwehrgerätschaften in Kastengstatt erhalten.
Ein herzlicher Dank gilt Thomas Pittl für seine Umsicht und seinen Einsatz zum Erhalt dieses wertvollen Exponates.
Bericht: Robert Marksteiner
Sachgebiet Archiv BFV Kufstein


