Großschadenslage als realitätsnahe Übungsannahme
Am 27.06.2025 startete um 17:15 Uhr in der Gemeinde Bad Häring die diesjährige Bezirks-Katastrophenschutzübung des Bezirksfeuerwehrverbandes Kufstein. Die Übungsszenarien basieren auf einem fiktiven Großschadensereignis mit sintflutartigen Regenfällen, schweren Sturmböen, massiven Blitzschlägen sowie einem daraus resultierenden großflächigen Stromausfall und einem ausgedehnten Waldbrand. Innerhalb kürzester Zeit mussten 23 offene Einsatzstellen bewältigt werden.
Um 18:00 Uhr nahm der Bezirksführungsstab seine Arbeit auf. Mithilfe von Drohnen des Bezirksfeuerwehrverbandes Kufstein sowie der Berufsfeuerwehr Innsbruck konnte rasch eine umfassende Lagedarstellung erstellt werden. Diese dient der Einsatzleitung der Feuerwehr und der Gemeindeeinsatzleitung als wesentliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Koordination.
Nach einer ersten Lagebeurteilung und unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen wurden um 19:30 Uhr zwei Katastrophenhilfsdienst-Züge (KHD-Züge) real über Pager alarmiert. Die Einheiten werden sich am folgenden Tag um 07:30 Uhr im Schadensraum sammeln und nach einer kurzen Einweisung mit den praktischen Übungseinsätzen beginnen.
Am Samstag 28.06.2025 wurde in Bad Häring dann der praktische Teil der Bezirks-Katastrophenschutzübung 2025 durchgeführt. Zwei KHD-Züge arbeiteten ab 08:00 Uhr gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften an einer Vielzahl komplexer Szenarien, die eine realistische Großschadenslage simulierten. Über 170 Mitglieder von Feuerwehr, Flugdienst, Rotem Kreuz, Samariterbund, Bergrettung, der Gemeinde Bad Häring sowie der Bezirkshauptmannschaft Kufstein standen mit insgesamt 33 Fahrzeugen im Einsatz.
Die Übung umfasste unter anderem die Rettung eingeklemmter Personen aus einem verschütteten Auto, die Bekämpfung eines Fahrzeugbrands, die Rettung mehrerer Personen von Hausdächern, das Umpumpen einer überfluteten Fläche sowie die Bekämpfung eines ausgedehnten Waldbrandes. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei aus der Luft von einer Heliair-Maschine. Ein besonderer Dank gilt hier der professionellen Zusammenarbeit mit der Hubschrauberbesatzung.
Parallel zu den feuerwehrtechnischen Aufgaben übernahmen das Rote Kreuz und der Samariterbund die medizinische Versorgung der Übungsopfer. Dabei kamen nicht nur Sanitäterinnen und Sanitäter, sondern auch Notärzte sowie die psychosoziale Krisenintervention zum Einsatz. Besonders erfreulich ist, dass im Zuge der Übung zwei Mitglieder des Roten Kreuzes erfolgreich ihre Einsatzleiterprüfung absolvieren konnten – wir gratulieren herzlich.
Die Bezirksübung wurde durch Vertreterinnen und Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Kufstein sowie des Bezirkskrankenhauses Kufstein als fachkundige Beobachter begleitet.
Großer Dank gebührt der Feuerwehr Bad Häring für die umfassende Vorbereitung, Organisation und Versorgung während der Übung, dem Roten Kreuz für die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie den 27 Statistinnen und Statisten, die mit ihrem Engagement eine eindrucksvolle und realitätsnahe Darstellung ermöglichten.
Nach der Übung klang der Tag im Gerätehaus Bad Häring in kameradschaftlicher Atmosphäre aus.



